Die St. Paulskirche mit Fürstenstand

Als dritte Kirche mit besonderem Bezug zum erneuerten Machtanspruch des mecklenburgischen Fürstenhauses erbaut, wird die St. Paulskirche auf der höchsten Erhebung der Stadt errichtet. Prägnant bildet sie der Schlossstraße entlang die fundamentale Sichtachse zur Niklot-Halle im Hauptturm des Schlosses und zu St. Nikolai oberhalb des Pfaffenteiches. Damit verbindet sie das Machtzentrum Schloss mit den stetig wachsenden Teilen der Stadt. Die neugotische Kirche ist bis heute in allen Teilen im Originalzustand erhalten.

Stil

Wie im Dom zu Schwerin legitimiert, wird in der St. Paulskirche die politisch-theologische Strategie zur Herrschaftslegitimation in der Verknüpfung von Kirche und Staat erneuert. Im Rückgriff auf die Gotik, als unverbrüchliche Einheit von Glaube und herzoglicher Macht, wird die Absicherung eines guten und gemeinschaftsbezogenen Lebens beschworen. Dagegen bezieht man bei der technischen Ausführung des Bauwerks moderne Materialen wie Eisen, Beton und Asphalt ein. Der stadtseitige Eingang auf der Südseite der Kirche war dem Großherzog und seinen Angehörigen vorbehalten. Von hier konnte er den prunkvoll ausgeführten Herrschaftsstand einfach erreichen. Wie im Dom steht der prunkvoll gestaltete Baldachin auf der Südseite des Chores. Die Fenster, nach Entwurf des Düsseldorfer Historienmalers Gustav Stever und von Ernst Gillmeister gestaltet, zeigen das Programm des Oberkirchenrat Kliefoth mit der im reformatorischen Bildprogramm selbstverständlichen Darstellung Luthers vor dem Reichstag in Worms, oder Pribislaw, Sohn Niklots, der sich taufen ließ und seit 1170 der erste christliche Vertreter des Obotritenhauses war.

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