Kollegiengebäude

1825 - 1834

Kollegiengebäude I und Kollegiengebäude II

Die Wahl des Grundstücks für die Errichtung des Kollegiengebäudes nahe dem Schloss traf Friedrich Franz I.. Der Zuschnitt des Grundstücks wiederum zwang die Baumeister, das Gebäude mit dem Haupteingang zur Schlossstraße auszurichten. Der südliche Seitenflügel ist somit zum Alten Garten und Richtung Schloss orientiert und der repräsentative Haupteingang ist zur Schloßstraße orientiert. Die Erweiterung wurde in nördlicher Richtung errichtet und ist über die sogenannte Beamtenlaufbahn, ein Brückenbauwerk, mit dem Kollegiengebäude I verbunden. 

Damals

Auf dem Gelände des heutigen Regierungsgebäudes stand etwa ab 1236 ein Franziskanerkloster, das im Zuge der Reformation 1548 aufgelöst und wie die Kirche im Jahr 1557, weitgehend abgetragen wurde. Erhaltene Gebäudeteile wurden fortan durch die Fürstenschule und im 17./18. Jahrhundert als Wirtschaftsgebäude des herzoglichen Marstalls genutzt. Beim Bau wurden wahrscheinlich Baumaterialien des ehemaligen Klosters verwendet. Bis 1918 war hier der Sitz des Großherzoglichen Staatsministeriums.

Stil

Das Kollegiengebäude I ist eine klassizistische Dreiflügelanlage mit terrassiertem Ehrenhof und Terrasse auf einem umlaufenden Sockel. Die Fassadengliederung des dreigeschossigen Putzbaus ist an den Stil des Berliner Schauspielhauses von Schinkel angelehnt. In der Mitte stehen auf der Nordseite das Portal mit Altan und darüber befindlicher Säulenhalle in Kolossalordnung. Die beiden äußeren Flügel weisen über dem Rustikageschoss Dreiecksgiebel auf. Säulenhalle und Außenflügel sind mit Sandsteinfiguren Emil Cauers bekrönt. Prunkstück ist das Treppenhaus mit gusseisernen tragenden Elementen und Geländer. Der Kabinettsaal im 1. Obergeschoss zeigt wie der Kollegiensaal im 2. Obergeschoss ein reich eingelegtes Parkett wie alle Schweriner Repräsentationsbauten.

Standort

Archäologisches Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern, Finanzamt Schwerin, Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern Günther Uecker

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