Kuetemeyer Stiftung - altes Standesamt

Seit 1893

Kuetemeyer-Schencke-Steinincke’sche Stiftung

Der repräsentative Verwaltungssitz der Lehnrat Kuetemeyer-Schencke-Steinincke’sche Stiftung steht am nordöstlichen Ufer des Pfaffenteichs in Sichtweite zum später erbauten ersten Elektrizitätswerk und dem Warmbad der Stadt. Das Bauwerk spiegelt bis heute den hohen großbürgerlichen Anspruch mit dem seine Stifter zinslos Geldbeträge an Bedürftige und Kredite an angehende Handwerker und Gewerbetreibende ausreichte.

Damals

Der Stiftungssitz der von 1854 bis 1941 bestehenden Stiftung wurde von Architekt Gustav Hamann von 1893 bis 1894 erbaut. Johann Hermann Kuetemeyer von 1803 – 1820 Bürgermeister Schwerins und anschließend in der Großherzoglichen Hypothekenverwaltung tätig, verfügte mit Testament die Gründung der Stiftung. 1906 richtete man zusammen mit der Gesellschaft für Volksbildung die Volksbibliothek der Kuetemeyer-Schencke-Steinincke’schen Stiftung im Haus der Stiftung ein. Nach Erstarken der NSDAP im Schweriner Stadtrat wurde die Stiftung 1941 aufgelöst und das Stiftungskapital in den Haushalt der Stadt überführt. Von 1942 – 2015 diente der ehemalige Stiftungssitz als Standesamt.

Stil

Ein reicher Terrakottabesatz strukturiert die sechsachsige Fassade vom Sockel bis zur Attika und betont die Außenkanten der Fassade. In der Beletage sind je drei schmale Fenster abwechselnd rund oder giebelförmig bekrönt und von Terrakotta eingefasst. Der Wechsel aus heller Wandfläche und dunklem Terrakotta verleiht dem Gebäude die Anmutung von großer Solidität und Festigkeit. Im Verweis auf die Architektur Evert Pilots am alten Schloss, verwirklicht Hamann mit der Villa am Pfaffenteich die historistische Prägung des Stadtbildes Schwerins in ganz eigener Weise.

Kuetemeyer Stiftung

Standort

August-Bebel-Straße 28, 19055 Schwerin

Das Palais wird privat genutzt.

 

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