Kollegiengebäude

1825 - 1834

Kollegien­gebäude

Der Bau eines Regierungsgebäudes wurde seit 1819 geplant. Pläne Johann Georg Barcas wurden verworfen und die Planungen an Carl Theodor Severin übertragen, dessen Vorschläge ab 1823 durch Carl Heinrich Wünsch überarbeitet wurden. Er beauftragte Georg Adolf Demmler mit der Bauleitung. Die Grundsteinlegung für den Bau erfolgte am 29. September 1825 und im Dezember 1834 wurde das Gebäude bezogen. Im Jahr 1865 wurde das Kollegiengebäude durch Brand zerstört und in der Folge bis 1867 nach Plänen von Hermann Willebrand wieder aufgebaut. Nach dem Vorbild des ersten Gebäudes wurde 1890–92 das Kollegiengebäude II als Erweiterungsbau errichtet.

Damals

Auf dem Gelände des heutigen Regierungsgebäudes stand etwa ab 1236 ein Franziskanerkloster, das im Zuge der Reformation 1548 aufgelöst und wie die Kirche im Jahr 1557, weitgehend abgetragen wurde. Erhaltene Gebäudeteile wurden fortan durch die Fürstenschule und im 17./18. Jahrhundert als Wirtschaftsgebäude des herzoglichen Marstalls genutzt. Beim Bau wurden wahrscheinlich Baumaterialien des ehemaligen Klosters verwendet. Bis 1918 war hier der Sitz des Großherzoglichen Staatsministeriums.

Stil

Das Kollegiengebäude I ist eine klassizistische Dreiflügelanlage mit terrassiertem Ehrenhof und Terrasse auf einem umlaufenden Sockel. Die Fassadengliederung des dreigeschossigen Putzbaus ist an den Stil des Berliner Schauspielhauses von Schinkel angelehnt. In der Mitte stehen auf der Nordseite das Portal mit Altan und darüber befindlicher Säulenhalle in Kolossalordnung. Die beiden äußeren Flügel weisen über dem Rustikageschoss Dreiecksgiebel auf. Säulenhalle und Außenflügel sind mit Sandsteinfiguren Emil Cauers bekrönt. Prunkstück ist das Treppenhaus mit gusseisernen tragenden Elementen und Geländer. Der Kabinettsaal im 1. Obergeschoss zeigt wie der Kollegiensaal im 2. Obergeschoss ein reich eingelegtes Parkett wie alle Schweriner Repräsentationsbauten.

Standort

Archäologisches Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern, Finanzamt Schwerin, Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern Günther Uecker

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